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Deutschland lud zur Geberkonferenz ein |
Vom 26. bis 28. September 2007 lud Deutschland zu einer Wiederauffüllungskonferenz für den Globalen Fonds nach Berlin ein. Am ersten Tag des Treffens wurde die Initiative „Debt2Health“ vorgestellt. Deutschland unterstützt „Debt2Health“ federführend und plant, über einen Zeitraum von fünf Jahren bilaterale Schulden in Höhe von 200 Millionen Euro zugunsten von Gesundheitsprogrammen in Entwicklungsländern umzuwandeln. Außerdem diskutierten die Teilnehmenden der Geberkonferenz die Förderung von gendersensitiven Ansätzen sowie die wachsende Partnerschaft mit der Zivilgesellschaft im Modell des Globalen Fonds. Bundeskanzlerin Merkel eröffnete die Wiederauffüllungskonferenz am 27. September. Unter Vorsitz des früheren UNO-Generalsekretärs Kofi Annan und Sven Sandström, früherer Managing Director der Weltbank, brachten internationale Geber am 27./28. September ihre Finanzierungszusagen für die kommenden drei Jahre (2008 bis 2010) ein. Insgesamt benötigt der Globale Fonds für den Zeitraum 2008 bis 2010 mindestens 12-18 Milliarden US-Dollar. Damit könnte der Fonds einen erheblichen Beitrag zur Finanzierung der gesundheitsbezogenen Millenniumsentwicklungsziele (4,5,6) leisten. UN-Schätzungen zu Folge sind in den Jahren 2008 bis 2010 zwischen 84 und 90 Milliarden US-Dollar zur Erreichung der „Health MDGs“ nötig.
| Freiwilliger Wiederauffüllungsmechnismus des Gobalen Fonds | Zweite Wiederauffüllungsrunde Oslo | Berlin |
Bisherige Ergebnisse des Globalen Fonds |
Seit seiner Einrichtung 2002 konnte der Globale Fonds insgesamt 7,7 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung von mehr als 450 Gesundheitsprogrammen in 136 Ländern zusagen. Innerhalb von fünf Jahren ist der Globale Fonds damit der wichtigste Geber in der Bekämpfung von Malaria und Tuberkulose geworden. Der Globale Fonds stellt heute 2/3 der internationalen Finanzressourcen, die zur Eindämmung von Tuberkulose und Malaria in den ärmeren Ländern zur Verfügung stehen. Rund ein Viertel der international verfügbaren Finanzmittel für die AIDS-Bekämpfung werden durch den Globalen Fonds zur Verfügung gestellt. Durch Hilfsprogramme unterstützt vom Globalen Fonds, erhielten bislang mehr als 10 Millionen Menschen HIV-Beratung und wurden auf HIV getestet. Für eine Million Menschen in weltweit über 100 Ländern konnte eine antiretrovirale AIDS-Therapie (ART) finanziert werden, 30 Millionen Moskitonetze wurden verteilt und 2,8 Millionen Menschen gegen Tuberkulose behandelt. Damit konnte die Zahl der Menschen in Global Fund-finanzierter ARV- und TB-Behandlung (DOTS) seit 2006 verdoppelt werden und die Zahl der verteilten Moskitonetze stieg im vergangenen Jahr um 134 Prozent. Während der Globale Fonds 56 Prozent seiner verfügbaren Finanzressourcen in afrikanische Länder mit hoher Krankheitslast transferiert, ist er der grösste Finanzgeber für AIDS- und TB-Programme in Osteuropa und Zentralasien.
Fortschrittsbericht (PDF - 38 KB)
Der Globale Fonds macht Kampagne in Deutschland |
Mit öffentlichkeitswirksamen Aktivitäten stellt der Globale Fonds sich und die Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit in Deutschland vor. „10 Minuten : 20 Leben“ heißt die Ausstellung, die der Globale Fonds im Juni 2007 in Berlin, auf dem Potsdamer Platz zeigte. 20 Fotos im Format von zwei auf drei Metern stellen Menschen vor, deren Leben in Gesundheitsprogrammen gerettet werden konnten, die durch den Globalen Fonds finanziert werden. Während der zehn Minuten, die die Betrachter/innen mit den Fotos und den Kurztexten verbringen, werden 20 Menschenleben durch Prävention und Behandlung von AIDS, Tuberkulose und Malaria bewahrt. Vorlesungen, Treffen zwischen dem Globalen Fonds und Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sowie eine intensive Medienarbeit tragen darüber hinaus dazu bei, über die Eindämmung von AIDS, Tuberkulose und Malaria sowie über den Globalen Fonds zu informieren.








